Archiv des Autors: Helga

Schimmelbefall

Kein Zeichen von mangelnder Hygiene - Schimmelbefall

Viele Mieter und Hausbesitzer kennen dieses Problem. Schimmelbefall ist nicht nur optisch unschön, sondern kann auch schnell gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen. Gerade wenn Kinder mit Schimmel in Berührungen kommen, können schwere Atemwegserkrankungen erfolgen.

An dieser Stelle sei zu beachten, dass Schimmelbildung nicht zwangsläufig auf nicht vorhandene Hygiene oder Lüftung zurück zu führen sein muss. Oftmals sind es eigentlich simple Konstruktionsfehler in der Bausubstanz. Fehlende oder unvollständige Isolierung kann hierbei beispielsweise eine Ursache darstellen.

Vorsicht sei beim Umgang mit Antischimmelmitteln geboten. Diese sollen den Schimmel zwar vergiften, sind jedoch meist flüssig. Genau hierin liegt das Problem. Flüssigkeit unterstützt den Schimmel in seinem Wachstum. Die für den Schimmel eigentlich giftigen Substanzen sind dabei meist nicht ausreichend vorhanden, um die Anwender nicht zu gefährden.

Prinzipiell sind vier Lüftungen am Tag zu empfehlen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Zu beachten ist hierbei, dass dies nicht im Winter geschehen sollte. Kalte Luft kondensiert sofort an einer warmen Fläche und wirkt sich erneut negativ auf die Raumfeuchte aus. Empfehlenswert ist die gleichmäßige Beheizung von Wohn- und Schlafzimmer, um ein Raumfeuchte-Gleichgewicht herzustellen.

Wer bereits Schimmel in der Wohnung hat, sollte sofort den Eigentümer informieren. Der Schimmelbefall kann aus gesundheitlicher Hinsicht schnell zu einer Unbewohnbarkeit führen. Hausbesitzern, wie auch Mietern, sei an dieser Stelle ein Gutachter ans Herz gelegt. Dieser kann durch entsprechende Messungen schnell eventuelle Fehler in der Isolierung oder andere bauliche Mängel nachweisen. Notfalls lassen sich die so anfallenden Kosten auch auf dem Rechtswege wieder einklagen, da der Beweis des Baupfusches so erbracht werden kann.

Schimmelpilze

Schimmelpilze können Allergien auslösen

Schimmelpilze mögen es warm und feucht. Die mikroskopisch kleinen Organismen bestehen aus vielen Zellen. Doch sind es nicht die Pilze selbst, die Allergien und Krankheiten auslösen, sondern die Pilzsporen, die an die Luft abgegeben werden und sich verbreiten. Sie ernähren sich von organischen Stoffen, wie z. B. Blattlaub, Haaren, Hautschuppen oder Essensreste.

Diese Pilzsporen lösen Allergien, Atemwegserkrankungen oder andere Krankheiten aus. Doch die giftigen Schimmelpilze werden erst einmal nicht in Betracht gezogen. Meist wenn die Krankheit schon chronisch ist, wird die Ursache erkannt. Menschen, die ein schwaches Immunsystem besitzen sind besonders anfällig. Beim gesunden Menschen filtern die Flimmerhärchen in der Nase die Schimmelpilzsporen aus der Luft und werden dann mit dem Nasenschleim abtransportiert.

Wird die Luft in den Innenräumen nicht ausreichend abgeführt, so können Stellen im Haus kondensieren. Diese feuchten Stellen sind der ideale Nährboden für Schimmelpilze. Zuerst sind sie nur oberflächlich. Werden sie nicht früh genug entdeckt, gehen sie weit in die Tiefe des Materials. Wenn die Feuchtigkeit nicht beseitigt wird, wächst der Pilz weiter. Die Vermehrung erfolgt dann über die Pilzsporen. Über 70% Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von 20° ist der optimale Lebensraum für Schimmelpilze.

Oft sind die besten Vorrausetzungen für eine Vermehrung die Küche und das Bad, denn hier kann eine Kondensation des Wasserdampfes nicht vermieden werden. Erst treten Stockflecken auf. Sie besitzen eine Punktform und sind noch nicht allzu groß. Besteht der Befall der Schimmelpilze schon länger, findet eine Zerstörung des Materials statt. Farben und Putz blättern ab und Holz wird bröselig.

Richtiges Lüften ist das Wichtigste, um eine Wohnung vor Schimmelbefall zu schützen oder noch früh genug zu beseitigen. Durch gezieltes Lüften und richtiges Heizen werden nasse Wände wieder trocken. Einmal am Tag sollte 1 Stunde die Raumluft ausgetauscht werden, um die richtige Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu erhalten.

Hat einmal der Schimmelbefall Materialien, wie Tapeten oder Putz angegriffen, müssen diese tief entfernt werden. Dabei muss der Beseitiger beachten, dass sich die Schimmelpilze nicht weiter freisetzen. Arbeitsschutz ist wichtig; dazu gehören Atemschutz, Schutzbrille und Handschuhe. Die Fläche sollte angefeuchtet oder mit Folie abgeklebt werden. In den Bereichen sollte keine Tapete mehr angebracht werden. Eine bessere Alternative sind mineralische Dekorputze oder eine spezielle Feuchtraumfarbe mit Schimmelschutz. Sie sind feuchtigkeits- und witterungsbeständig . Ist der Schimmel zu weit ausgebreitet, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.

Mauertrockenlegung

Mauertrockenlegung - zwei Verfahren sind möglich

Feuchte Mauern und Wände sind ein schwerwiegendes Problem. In diesem Zusammenhang kommt es oft zu Fehleinschätzungen und falschen baulichen Konsequenzen. Prinzipiell ist ein feuchtes Mauerwerk absolut schädlich für die Gesundheit und auch den Geldbeutel. Hier können sich schnell Schimmelsporen bilden, welche in der feuchten Schicht zwischen warmen Innenraum und kalter Außenwand einen Nährboden finden. An zweiter Stelle steht die fehlende Dämmleistung. Durch die Feuchtigkeit kann diese nicht mehr gewährleistet werden und der Effekt verschlimmert sich zusätzlich durch stärkeres Heizen.

An dieser Stelle ist eine professionelle Mauertrockenlegung zu empfehlen. Diese ist bei Weitem nicht nur an alten Häusern, sondern genauso auch an Neubauten anzuwenden. Selbst modernste Bauten bleiben in einigen Fällen nicht von Mängeln verschont und weisen Schimmelbildung auf. Zu empfehlen ist die Durchführung einer Mauertrockenlegung von einem fachlich spezialisierten Betrieb.

Im Allgemeinen werden zwei Verfahren zur Mauertrocknung angewendet. Beim so genannten Injektionsverfahren werden kurz über dem Fundament Löcher in das Mauerwerk gebohrt. Darauf erfolgt dann eine Füllung, welche als Sperrschicht für Feuchtigkeit von unten dient. Eine zweite geläufige Methode ist die Trockenlegung durch ein Mauersägeverfahren. Hierbei kommt es zur Aufsägung der untersten Mauerebene. Nun wird eine Sperrschicht, zum Beispiel aus Edelstahlplatten, eingebracht. Diese halten dann die Feuchtigkeit ab, stellen jedoch eine sehr kostenintensive Möglichkeit der Mauertrockenlegung dar. Prinzipiell sollte ein fachgelehrter Gutachten oder Ingenieur zu Rate gezogen werden.

Feuchte Wände

Feuchte Wände? - Vorsorge ist wichtig!

Feuchte Wände sind für viele ein großes Problem. Aber nicht automatisch muss dies einen hohen Sanierungs- und Kostenaufwand bedeuten, sofern man die Ursache eindeutig bestimmen und so schnell gegen die Feuchtigkeit vorgehen kann.

Hauptgefahr bei feuchten Wänden in Häusern und Wohnungen sind der anschließende Befall von Schwämmen oder Schimmelpilzen. Um dies zu vermeiden, ist eine umgehende Besichtigung des Objekts durch einen Sachverständigen, der eine umfangreiche Ursachenanalyse erstellen kann, ratsam.

Leicht lassen sich dabei Nutzungsfehler der Räume - eine der häufigsten Ursachen für feuchte Wände in Souterrainwohnungen oder Kellern - sowie die tatsächliche Belastung durch Schimmelsporen feststellen. Um eine spätere komplette Freilegung des Mauerwerks und weitere teure Sanierungsmaßnahmen zu vermeiden, sollte man regelmäßig und vor allem richtig lüften. Das heißt, etwa zwei bis drei mal täglich für wenige Minuten die Fenster und Türen weit öffnen.

Wem regelmäßiges Lüften zu aufwändig ist, für den empfiehlt sich ein zeitschaltuhrgesteuertes Raumlüftungssystem, das die Zirkulation der Luft steuert und so hilft, die Wände trocken zu halten. Auch die richtige Positionierung der Möbel, mit einem ausreichenden Abstand von einigen Zentimetern zur Wand hilft, die Luftzirkulation zu unterstützen und die Wände auf Dauer trocken zu halten.